2014 Einzelprojekt

Injizierbare Hightech-Füllmaterialien zur Gewebeaugmentation auf Basis von Spinnenseide

Ziel des Forschungsprojekts ist es, ein neuartiges, exzellent verträgliches injizierbares Füllmaterial auf Basis von rekombinant hergestellten Spinnenseidenproteinen zu entwickeln.

links: Spinnenseide ist ein natürliches Hochleistungsmaterial, das sehr gut verträglich ist und in der Medizintechnik eingesetzt werden soll rechts: Demonstrationsmodell eines Dermal Fillers auf Seidenbasis.

Dermal Filler werden für kosmetische Zwecke (Unterspritzung von Falten), aber auch für plastisch-rekonstruktive Maßnahmen zur Behandlung eingesunkener Narben und sonstiger Gewebsdefekte (z. B. nach Unfällen, Erkrankungen) verwendet. Dazu werden mittels feiner Kanülen Substanzen wie beispielsweise Hyaluronsäure in verschiedene Hautareale injiziert, um diese aufzufüllen. Die Anwendung von Dermal Fillern ist bereits heute vergleichsweise sicher, jedoch kann es in Folge der Anwendung zu unerwünschten Reaktionen, wie z. B. Erythemen, Ödemen, Abszessen oder Ulzerationen kommen.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll daher ein neuartiges, verträgliches injizierbares Füllmaterial auf Basis von rekombinant hergestellten Spinnenseidenproteinen entwickelt werden. Zielvorgaben für den Dermal Filler auf Spinnenseiden-Proteinbasis sind folgende Parameter: Auffüll-Effekt mit einer Haltbarkeit von mehr als sechs Monaten, sichere, einfache Anwendung, vollständige Abbaubarkeit im Anschluss an die gewünschte Verbleibperiode, extrem niedriges oder kein Risikopotenzial für die Ausbildung von Granulomen, nicht allergie-oder entzündungsauslösend.

Rekombinant hergestellte Seidenproteine auf Basis von Spinnenseide bieten sich für die Herstellung neuartiger, verträglicher Filler besonders an. Zunächst werden an Hautproben unterschiedlicher Dicke verschiedene Konsistenzen und Applikationsformen der innovativen Fillersubstanzen untersucht. Anschließend werden am Universitätsklinikum Leipzig verschiedene Zusammensetzungen in-vivo am Kleintiermodell auf ihre Bioverträglichkeit getestet und für weitergehende Versuche geeignete Präparate identifiziert, welche dann schließlich am Klinikum rechts der Isar im immunkompetenten Großtiermodell weiter untersucht werden.

Projektfinder
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Forschungsverbünde

In strategisch wichtigen Bereichen werden von der Forschungs­stiftung auch Forschungs­verbünde initiiert und gefördert.

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